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Warum Fahrzeugwerbung nicht wirklich funktioniert

Du siehst sie jeden Tag. Autos vollgeklebt mit Fahrzeugwerbung. Darauf ist ein Handwerker abgebildet, der mit seinem Daumen nach oben zeigt. Dies soll suggerieren, dass die Firma kompetent und zuverlässig arbeitet. Neben dran ein QR Code, dann eine Adresse, eine Telefonnummer, eine Handynummer, eine Faxnummer, eine Adresse, eine Postleitzahl, ein Ort, eine E-Mail-Adresse und eine Webadresse. Hier gilt zurecht der plumpe Satz weniger ist mehr.

Es geschieht alles in Bruchteilen von Sekunden

Wenn wir im Straßenverkehr ein Auto mit totaler Werbebeklebung sehen ist es uns zwar aufgefallen, aber wir können in den seltensten Fällen danach sagen zu welcher Firma es gehört. Der Grund liegt ganz einfach darin, dass die meisten Fahrzeuge mit übertrieben vielen Informationen beklebt sind. Das Auge nimmt diese zwar wahr, aber das Gehirn kann diese Informationen in so kurzer Zeit nicht verarbeiten. Zudem kommen neben Textinformationen noch Gestaltungselemente und Bilder hinzu, die es erschweren die wichtigen Inhalte genau heraus zu filtern.

Aber selbst wenn man genügend Zeit hat sich das Fahrzeug anzuschauen, zum Beispiel an einer Ampel oder an einem Parkplatz, schreibt man sich die Informationen so gut wie nie auf, oder scannt einen QR Code. Vielleicht bin ich eine Ausnahme, aber ich habe persönlich noch nie einen QR Code gescannt oder mir eine Telefonnummer aufgeschrieben die auf einem Auto stand.

Angst ist meistens Grund für schlechte Fahrzeugwerbung

Der Grund für die übertriebene Fahrzeugwerbung an seinem Firmenfahrzeug ist in den meisten Fällen Angst. Ja genau es ist die Angst, denn viele haben angst davor, nicht genug aufzufallen oder denken dem Kunden zu wenig Informationen zu bieten. Darum schreibt man zum Beispiel noch seine Fax-Nummer hin, für den Fall, dass sich eine Kunde nicht per Telefon, Handy oder E-Mail melden möchte. Das ist aber völliger Quatsch, denn es hat sich mit Sicherheit noch nie jemand zur Kontaktaufnahme per Fax gemeldet. Schon gar nicht in der heutigen Zeit. Darum macht man mit dieser Einstellung am Ende mehr falsch als richtig.

Mut zur Lücke zahlt sich aus

Eine gelungenes Fahrzeug mit Werbebotschaft besteht für mich aus zwei Dingen. Das Auto sollte von Grund auf in der Firmenfarbe lackiert sein. Alternativ würde in den meisten Fällen auch die Farbe Weiß oder Schwarz gut funktionieren. Als Beschriftung sollte nur ein Logo zu sehen sein und ggf. die Webadresse. Das Logo kann beliebig an den Seiten oder am Kofferraum platziert werden. Das Firmenfahrzeug wirkt jetzt seriös und derjenige, der das Fahrzeug sieht, wird nicht mit unnötigen Informationen überfordert und kann sich den Firmennamen und vielleicht sogar die Webadresse merken. Das liegt daran, dass der Fokus sich auf das wesentliche richtet und nicht auf die vielen Elemente rundherum. Ein gutes Beispiel sind die Fahrzeuge der Firma HILTI. Selbst wenn er sich die Webadresse nicht merkt, behält er vielleicht den Firmennamen und wenn er sich für das Unternehmen interessiert wird er höchstwahrscheinlich im Internet recherchieren und darüber den Kontakt suchen.

Also habe keine Angst davor zu wenig auf dein Fahrzeug zu packen, sondern halte deine Fahrzeugwerbung reduziert und du erreichst damit am Ende mehr.

About the author

Daniel

Daniel ist gelernter Mediengestalter und profitiert von über 10 Jahren Grafikerfahrung in Werbeagenturen und als selbständiger Grafiker. Privat ist er ein großer Musikliebhaber, Eishockey-Fan und Vater eines coolen Sohnes.

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